Psyhotherapie

Psychotherapie

Psychotherapie

 

Positive Psychotherapie nach Nossrat Peseschkian als Verfahren im Rahmen der tiefenpsyshologisch fundierten Psychotherapie.

Der Begriff Positive Psychotherapie leitet sich von dem lateinischen Begriff „positum“, dem Gegebenen ab. Im Leben eines jeden Menschen gibt es Konflikte und Störungen. Sie entwickeln sich bei Problemen (besser Herausforderungen) in der Partnerschaft, in der Familie oder auch am Arbeitsplatz, bei denen sich keine angemessene Lösung finden lässt. Beziehungen dieser Art kosten sehr viel Kraft und führen daher meist zu Antriebslosigkeit bis zur Erschöpfung. In der der Folge kommt es unter Umständen zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder Magenschmerzen, Luftnot oder Juckreiz, etc.  


Jedoch finden sich neben diesen Problemen eines Menschen auch seine Fähigkeiten und Ressourcen. Diese gilt es in den therapeutischen Prozess einzubringen:
„Wenn du eine hilfreiche Hand suchst, suche sie am Ende deines eigenen Armes“
Die Unterscheidung der Ressourcen von den Störungen gelingt schnell im Balance-Modell nach Nossrat Peseschkian, das die vier Lebensbereiche abdeckt. Die eingesetzte Lebensenergie für diese Schwerpunkte: Körper, Leistung, Kontakte und Phantasie/Zukunft sollten danach im Gleichgewicht sein.

Die Erarbeitung eines Konfliktes erfolgt transparent in fünf Stufen, die gleichzeitig zur Selbsthilfe erlernt werden. Nach einer ersten Distanzierung und Beobachtung (Stufe 1) des Problems schließt sich die Bestandsaufnahme (Stufe 2) an. Anschließend wird festgehalten mit welchen Aufgaben wir gut zurecht kommen (Stufe 3). Jetzt erst folgt die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Konflikt (Stufe 4). Darauf folgen die Ablösung und die Planung von Vorhaben in der Zukunft (Stufe 5).

Ein erstes Ziel im therapeutischen Prozess ist der Standortwechsel in der Einstellung zu einer Störung, da dieser meist ein Sinn zu Grunde liegt. Unterstützt wird diese Arbeit mit Sprachbildern und Geschichten.

Ein weiterer Aspekt ist der transkulturelle Ansatz: darin wird der kulturelle Zusammenhang der Erkrankung erarbeitet und diese relativiert. Dies geschieht im Blick auf Lösungsstrategien in anderen Kulturen. 
Häufig sind es die kleinen immer wiederkehrenden Verletzungen (z.B.: Probleme mit der Pünktlichkeit des Partners oder der Ordnung, der Höflichkeit, ...), die zu Störungen führen und nicht die großen Ereignisse nach dem Motto: `Steter Tropfen höhlt den Stein´.
Die Mikrotraumentheorie berücksichtigt die `kleinen´ Konfliktinhalte und deren Dynamik. Familienmitglieder und gesellschaftliche Rahmenbedingungen werden in den Prozess einbezogen.

Durch das inhaltliche Vorgehen bietet die Positive Psychotherapie ein Konzept, innerhalb dessen sich verschiedene Methoden sinnvoll ergänzen.
Literatur

  • www.wiap.de
  • Peseschkian, Nossrat Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tu, was du noch nie getan hast., Freiburg 2005 
  • Peseschkian, Nossrat Der Kaufmann und der Papagei. Orientalische Geschichten in der Psychotherapie, Frankfurt 2005 
  • Peseschkian, Nossrat Psychosomatik und Positive Psychotherapie. Frankfurt 2005
  • Peseschkian, Nossrat Morgenland-Abendland: Positive Psychotherapie im Dialog der Kulturen Frankfurt 2003 
  • Peseschkian, Nossrat Positive Familientherapie, Frankfurt 1980
  • Peseschkian, Nossrat Positive Psychotherapie, Frankfurt 1977 


Ihre Anpsrechpartnerin Dr. Elisabeth Linn